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GLASWELT Sonderheft Montagepraxis 2013

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Aus der Praxis

Aus der Praxis Montagesysteme Fraunhofer-Institut Operation Altbau Das vorgefertigte, multifunktionale Fensterelement gibt es bereits als Demonstrator. Hergestellt wurde es von dem Kasseler Industriepartner Walter Fenster + Türen. Wenn Wohngebäude energetisch saniert werden müssen, ist dies mit langwierigen Baumaßnahmen verbunden. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) haben ein neues Modernisierungskonzept entwickelt, welches Montagezeiten verkürzen soll. Mit vorgefertigten, multifunktionalen Fensterelementen sollen sich herkömmliche Renovierungsabläufe ersetzen lassen. Chirurgen führen Operationen immer häufiger minimalinvasiv durch. Ein kleiner Schnitt in die Bauchdecke genügt, damit sie die Instrumente einführen und die Organe mit einem Endoskop sichtbar machen können. Auch für Architekten und Bauträger empfiehlt sich diese Art des Eingriffs. Patienten sind hier allerdings Wohngebäude, die energetisch saniert werden müssen. „Auch Gebäude lassen sich auf schonende Weise energieeffizient modernisieren“, sagt Michael Krause, Wissenschaftler am IBP in Kassel. Der Forscher und sein Team haben im Projekt „Prefab“ multifunktionale Fensterelemente entwickelt, die klassische, langwierige und damit für Bewohner lästige Renovierungsmethoden ersetzen sollen. Bislang erfolgen Baumaßnahmen getrennt nach Gewerken wie Fassaden- und Fensterbau-, Heizungsbau-, Elektro- oder Klempnerarbeiten. Diese Einzelmaßnahmen sind jedoch oft nicht aufeinander abgestimmt und führen zu Baumängeln und langen Sanierungszeiten. „Vor allem, wenn nachträglich anlagentechnische Komponenten wie Lüftungsanlagen und Heizungen installiert werden müssen, beeinträchtigt das die Bewohner stark“, erläutert Krause. „Mit unseren multifunktionalen Fensterelementen erreichen wir kürzere Montagezeiten vor Ort und können den Stress für die Mieter deutlich reduzieren.“ Das Element besteht neben Fenster und Fensterzarge aus einer Technikbox und einem Dämmstoffrand, der beispielsweise als Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol gefertigt sein kann. Dieses selbsttragende Modul wird von außen in die alte Fensterlücke geschoben und überdämmt die alte Fassade im Fensterbereich. Die herausnehmbare Technikbox befindet sich unter der Fensterbank. In die Box lassen sich Komponenten wie Wärmetauscher, dezentrale Heizungsmikropumpen und Lüftungsfilter einbauen, aber auch Stromanschlüsse, Lüftungskanäle oder Internetkabel. Stromleitungen und Wasserrohre werden unter dem Dämmstoff über die Fassade erschlossen und durch die Technikbox ins Haus geführt. Der Fensterbauer liefert die Elemente inklusive Technikbox vorgefertigt an. Dadurch beschleunigt sich der Installationsprozess deutlich. Ein weiterer Vorteil: Sämtliche Komponenten lassen sich einfach warten, nachrüsten oder austauschen. „Da die Dämmelemente mit einer Tragstruktur kommen, sind sie so stabil, dass es denkbar ist, sie mit Solarkollektoren und Photovoltaikmodulen zu bestücken,“ so der Forscher. Im nächsten Schritt wollen Krause und seine Kollegen vom Fraunhofer IBP das Fassadenelement in einem sanierungsbedürftigen Wohngebäude im realen Einsatz testen: „Prinzipiell ist es in vielen Bestandsbauten einsetzbar, wir haben vor allem die Mehrfamilienhäuser der Wiederaufbaujahre im Visier.“ www.ibp.fraunhofer.de EMV-Systemfenster Die gewerkeübergreifende Lösung Am Fenster, dem für die Dichtigkeit des Fassadendämmsystems wichtigsten Bauteil, sind teilweise bis zu vier Gewerke beteiligt: Der Fensterbauer für das Bauteil Fenster, der Sonnenschutz- bzw. Rollladenbauer für das Bauteil Rollladen, der Fassadenbauer, Stuckateur oder Maler für das Bauteil Laibungsdämmung und der Blechner oder Steinmetz für das Bauteil Fensterbank. Meist fühlt sich niemand für den anderen verantwortlich. Das bietet neben der generellen Koordinationsproblematik natürlich auch ein erhöhtes Konfliktpotenzial. Das EMV-Systemfenster mit speziellen Anschlusslösungen verbindet alle vier erforderlichen Gewerke in einem Element und soll so nicht nur für eine maximale Reduzierung der Fehlerquellen bei Anschlüssen in WDVS-Fassaden sorgen, sondern auch für ein hohes Maß an Planungs- und Ausführungssicherheit. Spezielle Rahmenverbreiterungen ter anderem mit Sto- mit integriertem EMV-Varioter Fensteranschlussprofil ermöglichen den exakten und schnellen Einbau der verschiedenen Laibungssysteme auch für die Fensterbankdämmung. Der untere Fensteranschluss ist dabei so ausgestattet, Fassadendämmsystemen, würden die einfache Anwendung in der Praxis belegen. Fensterbaubetriebe, die sich für dass die EMV-Vario-Keilplatte diese Lö- genügend Platz hat, um gleichzeitig Emv-Systemfenster mit Keilplatte sung interessieren, als Fensterbankdämmung und Abdichtung des Fassadendämmsystems eingebaut zu werden. Diese Anschlüsse gewährleisten eine schlagregen und winddichte Ausführung. Und nach dem Verputzen der Fassade kann die Fensterbank montiert werden. Die EMV-Systemfensteranschlüsse wurden gemeinsam mit Gealan und der APU AG entwickelt. Viele bereits erfolgreich ausgeführte Objekte, unhalten er- detaillierte Informationen zum Lizenzerwerb unter emv@giessler-group.com. Darüber hinaus bietet die emv elements Deutschland GmbH als ergänzendes Produkt den EMV-Vario-Raffstorekasten. Dieser greift ebenfalls alle gewerkeübergreifenden Bereiche auf und ermöglicht eine wärmebrückenfreie Montage für moderne Sonnenschutzlösungen. www.emv.eu 58 glaswelt | Sonderheft Montagepraxis | www.glaswelt.de

Rollladenmontage Aus der Praxis Thermo NB Mit Revision luftdicht Kompakter Rollladenpanzer Roka-Therm Schlank gemacht Mit seinem raumseitig zu öffnenden Thermo NB-Rollladenaufsatzkasten bietet Duo- Therm ein entsprechend der ift-Richtlinie AB-02/1 luftdichtes Element an. Mit diesem Rollladensystem lässt sich in erster Linie das ungewollte Eindringen von Luft verhindern. Dies bestätigte jüngst das Forschungsinstitut für Thermo NB: Auch mit Revision innen luftdicht gemäß ift-Anforderung. Wärmeschutz e. V. München (FIW) für die Mauerstärkenvarianten 26, 30 und 36,5 cm des Thermo NB. Die Messung der Luftdichtigkeit erfolgte ohne Rollladenpanzer und Bedienelement in neun Druckstufen von 10 bis 600 Pascal. Während die Anforderungen gemäß ift-Richtlinie eine Luftdurchlässigkeit des Kastens (Qsb,10) von 0,25 m³ bei einem Referenzdruck von 10 Pascal und bezogen auf die Kastenlänge voraussetzt, hätten die Messwerte beim Thermo NB mit 0,12 m3/hm deutlich darunter gelegen. Dieses Beschattungselement von Beck+Heun wurde speziell für die Anforderungen einer nachträglichen Außendämmung entwickelt: Das Roka-Therm WDVS-SA kann bei einer Sanierung und damit verbundenen Fassadendämmung in das Wärmedämmverbundsystem integriert werden. Lieferbar ist es auch in einer Variante mit Raffstorebehang (Roka-Shadow). Im Nachhinein sei es komplett unsichtbar, selbst bei geringen WDVS-Stärken. Dies ermöglicht der spezielle RS-Hybrid-Rollladenpanzer, durch den eine wärmegedämmte Kastengröße von platzsparenden 160 x 220 mm möglich wird. Die maximal erhältliche Kastengröße misst 180 x 220 mm. Damit können bis zu 2,50 m hohe Elemente verschattet werden. Die bauseitige Verschraubung des oberen Montagewinkels – mit Ausgleichsmöglichkeit eines nicht ebenen Untergrundes – ermöglicht eine thermisch getrennte und lastabtragende Verbindung. Somit könnten auch große Rollladen- oder Raffstorekästen befestigt und eventuelle Putzrissbildungen ausgeschlossen werden. Optimale Wärmedämmung würden Materialkombinationen aus Styropor®, Neopor® und BluPor® gewährleisten. Die Systeme eignen sich insbesondere für größere Gebäude, die meist über ein Betonmauerwerk und große Glasfronten verfügen. Diesen Besonderheiten seien bisherige Systeme nicht gerecht geworden, weswegen die Beschattung nicht in den Wandaufbau integriert werden konnte. Roka-Therm WDVS-SA im Wärmedämmverbundsystem vor Ziegelmauerwerk. www.duotherm-rolladen.de www.beck-heun.de Exte Extrudertechnik GmbH Optimale Verbindung Fenster und Aufsatzkastensystem bilden eine Einheit. Dies erleichtert die Montage, vermeidet Fehler und senkt die Kosten. Für maximale Dichtheit zwischen Fensterrahmen und Rollladenkasten sorgt die präzise Konstruktion. Der Rollladenaufsatzkasten Elite XT wird zusammen mit dem Fenster als komplett vorgefertigte Einheit auf der Baustelle eingebaut. Dadurch entfallen nicht nur konventionelle Montageschritte. Mit dem Fensterbauer haben Architekten und Bauherren nur noch einen einzigen Ansprechpartner. Die Entflechtung der Gewerke von Maurer, Kasten-Konfektionär, Fensterhersteller und Monteur spart Zeit, vermeidet Fehler und reduziert die Kosten deutlich. Der Fensterbauer fertigt komplette Elemente aus Fenster oder Tür zusammen mit dem Rollladenaufsatzkasten-System und liefert diese vorgefertigt zur Baustelle. Dort erfolgt der Einbau in den Baukörper. Weder ist der Einbau eines Sturzkastens erforderlich noch sind Anpassungen durch Maurer nötig. Auch für den Putzer wird die Arbeit leichter, da passgenaue Putzwinkel für innen und außen je nach Bausituation ebenfalls bereits zuvor montiert worden sind. Zudem garantiere das Rollladenaufsatzkasten- System Elite XT eine dauerhaft dichte Kasten- Rahmen-Verbindung. Bei der Montage muss der Fensterbauer nur noch den vorgefertigten Kasten auf den Blendrahmen aufsetzen und nach vorne schieben, bis dieser mit einem hörbaren „Klick“ in die Adapterleiste einrastet. Adapterleisten liefere das Unternehmen für jedes Fenstersystem. Sie werden einfach auf den Blendrahmen aufgerastet. Wenn besondere statische Verstärkungen im Bereich der Kasten-Rahmen-Verbindung erforderlich sind, biete der Elite XT weitere Vorteile. Denn mit dem patentierten Spezialverstärkungseisen könnten auch sehr breite Elemente mit einem Aufsatzkasten versehen und spaltfrei realisiert werden. Mit dem Spezialverstärkungseisen sind Fensterbreiten bis zu 2,40 m bei einer Gebäudehöhe von 8 m ohne zusätzliche Deckenbefestigung möglich. www.exte.de www.glaswelt.de | Sonderheft Montagepraxis | glaswelt59

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