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GLASWELT Sonderheft Montagepraxis 2013

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Aus der Praxis

Aus der Praxis Schadensbericht Was nicht alles schiefgehen kann … _ Problematisch wird es meist, wenn mit der Einstellung „das haben wir schon immer so gemacht“ oder „das wird schon gutgehen“ die Montageplanung dem Zufall oder dem Einfallsreichtum des Monteurs vor Ort überlassen bleibt. Als äußerst hilfreich hat es sich gerade bei größeren Sanierungsmaßnahmen herausgestellt, wenn ein altes Fenster vorab demontiert wird (vor eigentlicher Fensterfertigung und ggf. Aufmaß) um spezielle Problemlösungen, Befestigung und Abdichtungsmaßnahmen planen zu können und nicht später am Bau böse Überraschungen zu erleben. Die Grundsätze sollten ja eigentlich allen hinreichend bekannt sein. Aber: Oftmals werden die Grundsätze der Anschlussfugenausbildung, die in dem Ebenenmodell beschrieben werden, nicht beachtet: Ein Sachverständiger packt aus – Die Zahlen sind zwar schon etwas älter – die Brisanz hat aber an Aktualität nicht verloren: 21 Prozent der beim ift Sachverständigenzentrum aufgelaufenen Beanstandungen im Jahr 2010 gehen auf Montagefehler zurück. Typische Probleme: keine luftdichte Abdichtung, keine ausreichende Fugendämmung, unzureichende Fensterbefestigungen. In diesem Beitrag stellt der Autor Fehler vor, die ihm bei seiner gutachterlichen Praxis begegnet sind. ■■ Umlaufend luftdichter Fugenanschluss, Trennung von Raum und Außenklima (in der Ebene 1) ■■ Definierte Befestigung und Lastabtragung (im Funktionsbereich 2) ■■ Ausreichende Wärmedämmung der Anschlussfuge (im Funktionsbereich 2) ■■ Schlagregendichte Abdichtung (Wetterschutz, Ebene 3) ■■ Vermeidung unzulässiger Feuchteanreicherung im Anschlussbereich. Auf nebenstehendem Bild ist zu sehen, dass hier ist ein Tragklotz zur Lastabtragung aus unbehandeltem Nadelholz verwendet wurde – gefordert ist allerdings ein dauerhaftes Holz. Die freie Dübellänge (Fugenbreite) beträgt hier bemerkenswerte 5 cm. Eine innere Abdichtung ist nicht vorhanden, die von innen aufgenagelte Leiste (nicht im Bild) erfüllt diesen Zweck nicht. Die Oberflächentemperatur der ans Fenster anschließenden Laibung erreicht hier nur 7,6°C. Schimmelpilzbildung ist somit fast nicht vermeidbar. Mindestwärmeschutz nicht immer erreichbar Der Fensterbauer muss, wenn er als Planer arbeitet darauf achten, dass der Mindestwärmeschutz zur Vermeidung von Tauwasser und Schimmelpilzbildung im Anschlussbereich des Fensters an der Laibung, Sturz und Sohlbank eingehalten wird. Dies kann er z. B. anhand des Beiblattes 2 der DIN 4108 oder von Wärmebrückenkatalogen (z. B. vom iBAT Instituts-Gesellschaft für Betriebs- und Arbeitstechnik des Tischlerhandwerks mbH) oder über Berechnungen (Temperaturfaktor fRsi) Finite Elemente Software wie z. B. Grundsätze der Anschlussfugenausbildung im 3-Ebenen-Modell Win-Iso (von Sommer Informatik) nachweisen. Zusätzlich ist bei Fenstererneuerung im Gebäudebestand zu beachten: Die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz lassen sich aufgrund der Bestandssituation teilweise nur eingeschränkt lösen. Wird der Mindestwärmeschutz aufgrund unzureichender Dämmeigenschaften der Außenwand oder aufgrund vorhandener massiver Wärmebrücken im Anschlussbereich (z. B. durchgehende Steinbank im Brüstungsbereich) nicht erfüllt, sind gegebenenfalls zusätzliche/flankierende Maßnahmen nach den Gesichtspunkten der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit abzuwägen und zu planen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn das vorhandene Mauerwerk einen U-Wert > 1,0 W/m²K aufweist, sich Stahlträger im Sturz befinden, alte undichte ungedämmte Rollladenkästen vorhanden sind und durchlaufende Laibungsausbildungen bei altem, mit Luftschicht oder Kerndämmung versehenen Mauerwerk oder durchlaufende thermisch nicht getrennte Fensterbänke vorhanden sind. Häufig anzutreffen ist auch ein nicht fachgerechter Anschluss von Alu-Fensterbänken. » 44 glaswelt | Sonderheft Montagepraxis | www.glaswelt.de

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