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GLASWELT Sonderheft Montagepraxis 2013

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vor der Montage

vor der Montage Baustellenplanung hören die Abläufe der Erstellung und Prüfung der W+M-Pläne, der Fertigung und der Ausführung. Es empfiehlt sich, die fristgerechte, fachgerechte Fertigung durch einen Besuch der Produktion frühzeitig zu kontrollieren und zu dokumentieren. Zu Beginn des Planungsverfahrens sind frühzeitig alle wesentlichen Bauteile, Oberflächen, Systeme, Verglasungstypen zu bemustern und Referenzmuster daraus festzulegen. Bei Spezialverglasungen oder bedruckten Gläsern müssen Referenzscheiben mit den gewünschten Farben und ggf. Farbabweichungen festgelegt werden. Dies lässt sich am besten unter Beteiligung der Auftraggeber und Planer durchführen. Inhalte und Umfang von Bemusterungen müssen in der Leistungsbeschreibung vorgegeben werden. Qualitätskontrolle auf der Baustelle Von großer Bedeutung ist die Vermessung des Rohbaus und das Anlegen der Fassadenachsen in allen drei Richtungen, die Messpunkte müssen so angelegt werden, dass sie robust sind und möglichst lange, auch zu Kontrollzwecken zugänglich bleiben. Die Vermessung muss mit allen beteiligten Fachfirmen abgestimmt werden. Gerade bei Fassaden mit großer Elementstückzahl müssen bei den ersten eingebauten Elementen alle wesentlichen Montageschritte vorgestellt und abgenommen werden: ■■ Einmessung der Elemente und Bauteile ■■ Befestigung der Elemente und Bauteile ■■ Einbau der Verglasung (falls nicht werkseitig) ■■ Innere und äußere Fassadenanschlüsse in allen Ebenen und Ecken, Dämmungen und Abdichtungen der Anschlussfugen ■■ Sichtbare MontagePlanung: Das darf nicht vergessen werden Die Planung von Fassaden/Fenstern muss vollständig und plausibel sein. Gerade bei Sonderkonstruktionen, speziellen Abmessungen von Bauteilen und Verglasungen muss im Vorfeld mit den Systemherstellern und Lieferanten die Ausführbarkeit geklärt werden. Dies gilt auch für die vielfältigen Funktionen von Verglasungen und Türen, die entsprechend den Anforderungen an den Wärme-, Schall- und Brandschutz, die Sicherheit usw. kombiniert werden müssen. Die Planung muss die zulässigen Toleranzen aller Vor- und Folgegewerke berücksichtigen. Die Verankerungstechniken müssen konzeptionell mit dem Tragwerksplaner abgestimmt werden. Wenn keine Anker-Einbauteile vorgesehen sind, muss sichergestellt werden, dass die verwendete Dübeltechnik zulässig ist. Die Ausführungsplanung des Architekten baut auf die abgestimmte Entwurfsplanung und die Fachplanungen der Ingenieure auf. Die Fassadenplanung des Architekten muss alle wesentlichen Details und Anschlüsse ganzheitlich darstellen. Die Fassaden sind als Abwicklungen / Ansichten / Schnitte vollständig darzustellen. In den Abwicklungen sind alle Angaben zu den Anforderungen an den Wärme-, Schall- und Brandschutz, zur Sicherheit, zu Glastypen und Türlisten und zu Detailverweisen den ggf. unterschiedlichen Fassadentypen zuzuordnen. In der Leistungsbeschreibung sind Schnittstellen und die Kennwerte zu den Fassaden und Verglasungen exakt zu beschreiben. Die Fassaden- und Fensterplanung muss mit den Fachplanern abgestimmt sein. Das Werkstattplanungsverfahren muss in den Leistungsbeschreibungen gewerkeweise beschrieben werden. Abdeckungen der Anschlüsse ■■ Einbau ■■ Einbau ■■ Später, ■■ Einbau ■■ Einbau ■■ Geometrische ■■ Prüfung von Sonnenschutzkonstruktionen von sonstigen Aufbauten entsprechend des Bauablaufes, Einbau der Bauteile des Folgegewerkes: und Verankerung der Dämmplatten, insbesondere der funktionssichere, dichte Anschluss an die Fensterelemente und Verankerung der Paneele Prüfung der Anschlüsse, Ebenen, Fugen auf Beschädigungen und Verschmutzungen der Bauelemente/Fenster. Mängel bei der Ausführung der Anschlüsse dieser „Prototypen“ müssen dort beseitigt und dokumentiert werden. Die fachgerechte Nachbesserung wird ebenfalls protokolliert und ist Qualitätsmaßstab für alle folgenden Ausführungen. Auf dieser Basis werden die Monteure und Fachbauleiter der Firmen und die bauleitenden Architekten eingewiesen. Die Ausführungen sind regelmäßig zu überwachen und zu protokollieren, insbesondere später verdeckt liegende Anschlüsse und Konstruktionen müssen vor dem Einbau der Folgegewerk sorgfältig überprüft werden. Die Verantwortlichkeit für die Organisation des vorbeschriebenen Verfahrens liegt beim bauleitenden Architekten, ebenso für die stichprobenweise Kontrolle der Ausführungsqualität anhand der Vorgaben. Die ständige Verantwortlichkeit für die regelmäßige Überwachung und Kontrolle der Ausführungsqualitäten und der fachgerechten Ausführung liegt bei den verantwortlichen Projektleitern, die gewerkeweise von den Fachfirmen zu stellen und einzuweisen sind. Vermeidbare Stolperfallen Die Montageplanung scheitert i. d. R, wenn sie nicht organisiert ist und ohne Vorgaben und Kontrollen erstellt wird. Stolperfallen sind: ■■ Ungenügende, unvollständige Planungsvorgaben zur Konstruktion und zur Architektur ■■ Fehlende Angaben zu Anforderungen an die Fassaden und zu Kennwerten der Fenster ■■ Fehlende oder nicht abgestimmte Schnittstellen zwischen den Gewerken oder TGA ■■ Mangelhafte Kompetenz im technischen Büro der ausführenden Fachfirmen ■■ Mangelnde Koordination zwischen den Fremdgewerken vor und bei der Erstellung der W+M-Planung ■■ Unvollständige ■■ Fehlende Darstellungen in der W+M-Planung, z. B. nur die Profile ohne Anschlüsse und ohne die Konstruktionen der Anschlussgewerke Ausarbeitungen, z. B. von Glastypenlisten, Türlisten, fehlende Vorlagen zu Nachweisen und Zulassungen, z. B. zum Wärme- und Schallschutz ■■ Nicht hierarchisch aufbauende W+M- Planungen der Anschlussgewerke ■■ Unzureichende Prüfungen der W+M-Pläne Diese Stolperfallen lassen sich vermeiden, wenn die Planungsinhalte und das Planungsverfahren genau vorgegeben wird. Die zugrundeliegenden Planungen und Anforderungsprofile an die Gebäudehülle müssen vollständig und umfassend sein, die Schnittstellen müssen definiert sein. Die W+M-Planungen verschiedener Fachfirmen müssen aufeinander aufsetzen, koordiniert und sorgfältig geprüft werden. Wichtig ist für alle Beteiligten die ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes und seiner Hülle. Dabei müssen die Architekten, Fassadenplaner und die beteiligten Fenster-/Montagefirmen auch auf die Belange der Fremdgewerke bei der Fassadenplanung eingehen und diese im zeitlichen Ablauf berücksichtigen. Ist dies der Fall, lässt sich auf der Baustelle eine hohe Qualität umsetzen. — Der Autor Architekt Michael Gödde ist seit vielen Jahren als Fassadenplaner und -berater tätig. Die im Beitrag vorgestellten Maßnahmen zu Planung, Abfolge und Qualitätssicherung basieren auf seiner langjährigen Erfahrung bei der Planung, Ausschreibung und Überwachung von Ausführungsarbeiten und deren Qualitätssicherung. Die genannten Aufgaben übernimmt er für Architekten, Investoren und Bauherren. m.g@goedde-architekt.de 16 glaswelt | Sonderheft Montagepraxis | www.glaswelt.de

Beratung vom „Planungsteam Bauanschluss“ Hier bekommt man Hilfe bei Planungsfragen Ein besonderes Servicekonzept bietet Tremco illbruck den Montagebetrieben an: Mit der Gründung eines spezialisierten Kompetenzteams stellt das Unternehmen den Anwendern auf der Baustelle Experten zur Seite, die ein Bauvorhaben von der Planung und Ausschreibung bis zur Umsetzung als Berater begleiten können. Montage-App von Tremco Illbruck Die Fenstermontage wird auf der Baustelle komfortabler und sicherer: Die kostenlose App für mobile Apple-Endgeräte berechnet umgehend Dimensionen von Bändern und Folien für einen perfekten Fenstereinbau. Darüber hinaus ist der gesamte Produktkatalog von Tremco illbruck über die App erreichbar. Kernstück der App ist die Materialbestimmung. Hier wird je nach Einbausituation und bevorzugter Arbeitsweise des Verarbeiters die passende ermittelt. Dafür fragt das Programm unter anderem Einbausituation, Fassadenaufbau und gewünschte Abdichtungslösung ab. Ist die Materialfrage geklärt, werden die notwendigen Maße abgefragt, damit die Produkte in der richtigen Dimension angegeben werden. Jedes ausgewählte Produkt wird in der Materialliste abgelegt. Unter „Katalog“ finden sich detaillierte Informationen über sämtliche verfügbaren Fensterabdichtungsprodukte: Dichtungsbänder und Folien, Leisten, Dichtstoffe und Kleber. Die App ist kompatibel mit iPhone 3GS, 4, 4S, iPod touch 3 oder 4 und iPad. _ Mit dem Kompetenzteam biete man eine einmalige Hilfestellung für Verarbeitungsbetriebe, die direkt mit der Planung der Bauanschlüsse in der Gebäudehülle beauftragt werden. Gerade im Bereich der Gebäudefugen hat eine fehlerhafte Planung eine Vielzahl negativer Auswirkungen: Dauerfeuchte, Schimmel und verminderte Dämmwirkung. Um diese zu vermeiden, gibt es unzählige Regelwerke und Vorschriften, die zu berücksichtigen sind. Unter anderem legt §16 EnEV fest, dass die Planenden allein für die Einhaltung aller Anforderungen bei der Errichtung oder Änderung von Gebäuden verantwortlich gemacht werden können. Da neben Architekten und Fachplanern verstärkt Fensterbaubetriebe direkt mit den erforderlichen Planungsleistungen beauftragt werden – so etwa bei Sanierungsarbeiten – hat der Betrieb die Verantwortung nicht mehr nur für die Ausführung, sondern auch für die Planung. Diese Verantwortung will der Abdichtungsspezialist mit dem Planungsteam Bauanschluss seinen Kunden abnehmen. Für die anspruchsvollen Schnittstellenbereiche bekommen sie kompetente Beratung und Unterstützung. Das Kompetenzteam setzt sich zusammen aus einem Architekten als Teamleiter, Objektberatern Das Planungsteam Bauanschluss unterstützt planende Verarbeitungs betriebe und begleitet auf Wunsch Bauvorhaben von der Ausschreibung bis zur Umsetzung. Mit der App 1.1 können Verarbeiter das richtige Produkt aus dem gesamten Tremco illbruck- Sortiment auswählen. und Anwendungstechnikern. Ihre Leistung umfasst die Bestandsaufnahmen des „Ist-Zustandes“ am Rohbau oder Bestandsgebäude, die Planung der Anschlussdetails, Isothermen- und Feuchtigkeitsberechnungen, 3D-Details und Mustermontagen. Hinzu kommen die Vorgabe von Materialkennwerten für die Abdichtung sowie Sonderlösungen bei kritischer Geometrie. Die Einweisung der Verarbeitungsfirma bei Baubeginn sowie die Koordination der an der Anschlussfuge zusammentreffenden Gewerke gehören ebenso zum Leistungspaket. Tremco illbruck reagiert mit dem hauseigenen Beratungs- und Planungsangebot auf die immer größer werdende Komplexität von Bauvorhaben durch kommende Gebäuderichtlinien, Energieeinsparverordnungen und Normenverschärfungen. Denn Fugendetails müssen exakt geplant und entsprechend genau ausgeführt werden. Das Planungsteam Bauanschluss bietet seine Fachkompetenz als kostengünstige Dienstleistung an, die je nach Wunsch produktneutral oder mit Angabe der Referenzprodukte erfolgt. Das Paket kann individuell sowohl einzelne Planungsleistungen als auch die komplette Objektbegleitung bis zum Bauabschluss umfassen. Als Abdichtungsspezialist entwickelt und produziert das Unternehmen die gesamte Produktpalette von vorkomprimierten Dichtungsbändern bis zu Hybrid-Kleb- und Dichtstoffen und weiß aus langjähriger Erfahrung, wie wichtig eine exakte und solide Ausführung am Gebäude ist. — www.tremco-illbruck.de www.glaswelt.de | Sonderheft Montagepraxis | glaswelt17

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